Eigenblutbehandlung

Eine Eigenblutbehandlung wird zur Steigerung der allgemeinen körperlichen Widerstandskraft und Verbesserung der körperlichen Reaktionsfähigkeit durchgeführt.

Es handelt sich um eine aktive Regulationstherapie im Sinne einer Einregulierung eines gestörten Regelkreises durch Auslösung körpereigener Gegenregulation gegen gesetzten Reiz als Informationsträger eines pathologischen Geschehens. Bei Allergien werden die vorliegenden Antigen- Antikörper- Komplexe als „krankhaft“ erkannt und die allergischen Reaktionen nehmen ab.

Durch die Reinjektionen des eigenen Blutes in den Gesäßmuskel wird ein Reiz im Körper gesetzt und die Immunzellen veranlasst, sich zu vermehren und aktiver zu werden. Als Erweiterung kann zusätzlich ein immunstimulierendes Medikament beigemischt werden.

Während eines akuten Infektes sollte keine Eigenbluttherapie durchgeführt werden.

Bei Pollenallergie wird in der Regel 6 Wochen vor Saisonbeginn begonnen. Bei Frühblüherallergien ist das Ende Dezember, bei Gräser/ Getreideallergien Ende März. Der Abstand der Behandlung beträgt hier zweckmäßigerweise 5 Tage, man beginnt mit kleinen Mengen; anschließend kann im Wochenabstand, später im Zweiwochenabstand die Eigenblutmenge gesteigert werden.

Zur Steigerung der Immunabwehr des Körpers sollten 2 Sitzungen pro Woche stattfinden über 4-5 Wochen. Auch hier wird die Dosis langsam gesteigert.

Indikationen für eine Eigenbluttherapie:

  • Abwehrschwäche des Körpers mit wiederkehrenden Infekten der oberen Luftwege oder von Scheidenpilzinfektionen.
  • Chronische Erkrankungen der Haut (Furunkulose, Psoriasis, Ekzeme)
  • Viruserkrankungen (Herpes labialis, Herpes genitales)
  • Allgemeines Erschöpfungssyndrom
  • Verzögerte Rekonvaleszenz, Krebsnachsorge
  • Allergien
  • Chronischer Ausfluss
  • Fertilitätsstörungen bei Mann und Frau

Zur Übersicht des Praxisspektrums.

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